In Baumschulenweg kam es in der vergangenen Nacht zu mehreren Bränden, bei denen derzeit davon ausgegangen wird, dass sie vorsätzlich gelegt worden sind.
Gegen 2.25 Uhr hatte ein Anwohner der Kiefholzstraße Feuerschein aus einem im Bau befindlichen Mehrfamilienhaus wahrgenommen und daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Die Brandbekämpfer löschten die Flammen.
Wenig später, gegen 2.40 Uhr, musste die Feuerwehr abermals tätig werden. Im Heidekampweg bemerkten Anwohner einen brennenden Mercedes älteren Baujahres sowie einen in Flammen stehenden Smart. An beiden Autos entstand Sachschaden, Personen wurden nicht verletzt. Die Ermittlungen wegen Brandstiftung dauern an.

Auch die historische Tram darf bis Weihnachten nicht mehr nach Wendenschloss...         Foto: berlinreporter.Haehnel - Archiv


Ab Montag Betriebsbeginn, bis voraussichtlich Mitte Dezember fahren die Straßenbahnen der Linie 62 nur zwischen dem S-Bahnhof Mahlsdorf und Betriebshof Köpenick. Barrierefreie Busse fahren als Ersatz zwischen der Endhaltestelle Wendenschloss und der Haltestelle Müggelheimer Straße/Wendenschlossstraße. Dort besteht Anschluss an die Linien 27, 67 und 165. Zwischen den Haltestellen Zur Nachtheide und Wendenschloß fahren die Ersatzbusse sowie die Nachtbusse der Linie N62 eine Umleitung über die Straßen Grüne Trift und Zum Langen See. Der Haustürservice entfällt während der Bauarbeiten in diesem Gebiet.
Denn...

Nachdenklicher Coach - Ist es die extrem enge Tabelle oder ist die Truppe dann doch eher nicht erstligareif? 
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Drei Spieltage vor dem Ende der Zweitligasaison befinden sich die Kicker aus Köpenick immer noch auf gefährlicher Gratwanderung. Der scheinbar sichere Tabellenrang neun sowie 41 Punkte hätten normalerweise den sicheren Hafen für den Klassenerhalt bedeutet. Die letzten Spiele wären eine relativ lockere Angelegenheit gewesen. Hätte, wenn und aber. Aber diese Saison ist eben nicht normal. Sie ist der blanke Wahnsinn. Zwischen Rang fünf (Regensburg) und dem Abstiegsrelegationsplatz 16 (St. Pauli) liegen nur sieben Punkte. Selbst die mageren 34 Zähler des Vorletzten Darmstadt sind für den Erstligaabsteiger noch kein Grund aufzugeben. Neun Punkte sind noch zu vergeben. Da ist vieles möglich. Nur am Abstieg des 1. FC Kaiserslautern (29 Punkte) zweifelt wohl niemand mehr. Obwohl – rein mathematisch gäbe es auch für die Lauterer noch Hoffnung. Es scheint auf jeden Fall, dass nun...

Diese Losung auf der Waldseite im Stadion an der Alten Försterei nach dem 0:0 des 1. FC Union am vergangenen Sonnabend gegen den MSV Duisburg wäre noch vor wenigen Wochen als Absurdität aufgefasst worden. Und zu Beginn der laufenden Spielzeit, als man sich mit vollem Ernst den Aufstieg in die erste Bundesliga zum Ziel gestellt hatte, gar als verfrühten und dummen Aprilscherz. Nun im wirklichen April ist all dies bittere Realität. Fünf Spieltage vor dem Ende der Saison bewegen sich die Eisernen auf dünnem Eis. Der Vorsprung von drei Punkten kann im warmen Frühlingswind sehr schnell schmelzen.
Ein, zwei Niederlagen und das Team von Trainer André Hofschneider hängt am seidenen Haar vom Barte des Propheten.

Und vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es in den verbliebenen Spielen mit St. Pauli, Heidenheim, Darmstadt und Dresden noch gegen vier direkte Gegner aus dem Tabellenkeller geht, die sich natürlich mit genauso großer Motivation wie die Köpenicker gegen den drohenden Abstieg wehren. Und auch der fünfte Rivale, der aktuelle Tabellensechste VfL Bochum kann sich nach erfolgreicher Aufholjagd in den vergangenen Wochen auf seinen bislang erzielten 40  Punkten nicht ausruhen.
Die Liga zwei des deutschen Fußballs hat derzeit...

Das lange Gesicht eines Trainers: Bei André Hofschneider wollte ob des "Anfängerfehlers" keine gute Laune aufkommen...               Foto: berlinreporter.Obuchoff


Die Schlüsselszene in der die Unionkicker am vergangenen Sonnabend den Sieg aus der Hand gaben, könnte man als symbolisch für das Spiel der Köpenicker in dieser Saison bezeichnen. Einen eigentlich harmlosen in den Strafraum geschlagenen Ball versuchten sowohl Torhüter Daniel Mesenhöler als auch Toni Leistner unschädlich zu machen. Leider hatte der Verteidiger den Ruf seines Schlussmannes nicht gehört und so misslang der Rettungsversuch.
Der Ball kullerte dem Regensburger  Benedikt Gimber vor die Füße. Unions linker Verteidiger grätschte dann anstelle des Spielgeräts, den Gegner weg - Strafstoß.
Diese Chance lies sich Marvin Knoll nicht entgehen und setzte in der 89. Minute zum späten Ausgleich ins Tor und traf damit nicht nur Unions Trainer André Hofschneider, sondern auch die etwa 20 000 eisernen Unionfans auf den Rängen tief ins Herz.

Der so nahe...

Der Tag blieb ungenutzt. Von den Sandhausener Fans und Spielern gleichermaßen.
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Nutze den Tag – dieses Plakat hatten Freunde des Fußballsports aus Sandhausen oben auf der Haupttribüne des Stadions An der Alten Försterei aufgehängt. Genutzt haben den vergangenen Sonnabend dann eher die Hausherren. Denn die Eisernen Unioner schickten den SV Sandhausen mit 2:1 nach Hause.
Das sahen allerdings nur etwa zwei Dutzend Fans aus der Kurpfalz. Der Gästeblock war von den Gästen frei gegeben worden. Dort hatten sich dann einheimische Fans versammelt. Der selbsternannte Dorfklub aus Sandhausen hatte mit Mühe einen Bus mit eigenen Anhängern füllen können. „Ich weiß auch nicht, warum wir es nicht schaffen, mehr Leute für Auswärtsfahrten zu gewinnen“, sagte einer der unentwegten Sandhäuser Besucher. „Dabei ist gerade dieses Stadion in Berlin immer ein Erlebnis.“
Für Union war dieser Sieg – immerhin gegen den Tabellenfünften – sehr wichtig. Schließlich...