Nach dem 4:1 Heimsieg der Eisernen gegen den als Spitzenreiter angereisten FC St. Pauli führt nun der 1. FC Union Berlin die Tabelle gemeinsam mit dem 1. FC Köln an: gleiche Punktzahl und gleiches Torverhältnis. Indes nach nur drei Spieltagen sollte man gar nicht auf die Tabelle schauen, hatte vorher schon Unions Trainer Urs Fischer gesagt. Der Schweizer zeigte sich dann auch trotz des hohen Sieges kritisch: „Die ersten 20, 25 Minuten haben mir gar nicht gefallen“, sagte er.
Erst danach hatte seine Mannschaft allmählich ins Spiel gefunden. Indes die Gäste hatten auch keine Mittel gefunden diese Anfangsschwäche der Hausherren auszunutzen, zumal die Union-Deckung kaum etwas zuließ. Als alle schon mit einem torlosen Halbzeitstand rechneten, schlugen die Eisernen in der 44. Minute zu. Erst war es Sascha Prömel, der nach einem von den Kiezkickern schlecht verteidigten Einwurf am linken Eck des Fünf-Meter-Raums an den Ball kam und aus der Bedrängung das Spielgerät flach ins Tors zirkelte. Und kaum waren zwei Bonusminuten angekündigt, bekam Union diesmal rechts einen Einwurf zugesprochen.

Christoph Trimmel warf ihn in Richtung des im Strafraum lauernden Sebastian Andersson. Der wurde zwar von Philipp Ziereis  zu Boden gerissen und verfehlte den Ball. Aber der sprang zu Akaki Gogia, der die Kugel im Sprung traf und links an St. Paulis Torhüter Robin Himmelmann vorbei ins Netz beförderte. Das 2:0 so knapp vor der Pause ließ das mit 22 012 Zuschauern besetzte Stadion beben.
Nach der Pause wollten die Gäste das Ergebnis natürlich korrigieren, griffen auch forsch an. Aber ein Ballverlust leitete den Konter der Unioner ein. Es war 57. Minute als Manuel Schmiedebach einen wunderbaren Pass zu Andersson spielte, der sich gegen Ziereis durchsetzte und Himmelmann keine Chance ließ. Das 3:0 schockte die Gäste und gab den Gastgebern nun erst richtig Sicherheit.
Aber St. Pauli steckte nicht auf. Henk Veermann, konnte in der 71. Minute 25 Meter vor dem Tor von Rafal Gikiewicz den Ball seelenruhig annehmen und ihn einfach mal aufs Torhämmern. Da der Ball noch von einem Unioner abgefälscht wurde, hatte Giekiewicz keine Abwehrchance. Dieses Tor nun verunsicherte Union ein wenig. St. Pauli schöpfte Hoffnung und Unions Torhüter konnte sich auszeichnen. Trainer Fischer wechselte in der 77. Minute dann den erst in dieser Woche zu Union gestoßenen Robert Zulj gegen Toni Kroos ein. Gut zehn Minuten danach kam dann von dem hochbegabten Offensivspieler der Pass zum entscheidenden 4:1, den Andersson zu seinem zweiten Treffer nutzte. Nach dem Spiel hob Urs Fischer seinen Mittelstürmer hervor, was er eigentlich sehr selten macht, wie er bekannte. Und zeigte sich insgesamt zufrieden: „Wenn man gegen eine so gute Mannschaft wie St. Pauli mit 4:1 gewinnt, ist man in erster Linie auch zufrieden.“

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