Dunkle Wolken gibt es  zumindest in Sachen Modernisierung über der Anna-Ebermann-Siedlung nicht mehr.        Foto: berlinreporter.Wandelt


Hohenschönhausen. „Die Eigentümer haben sich in den Verhandlungen durchweg kompromissbereit verhalten.“, sagt Baustadtrat Wilfried Nünthel und meint damit die Modernisierungsvereinbarung für die Anna-Ebermann-Siedlung zwischen Wartenberger und Geherenseestraße.
Der Geltungsbereich umfasst die Grundstücke Anna-Ebermann-Straße 1-24, Gehrenseestraße 67-77, Josef-Höhn-Straße 1-20, Wartenberger Straße 34/38c sowie 44/72, so dass gegenwärtig 696 Mietparteien sowie weitere 294 nicht vermietete Wohnungen davon betroffen sind.

Im Wesentlichen wurden folgende Punkte vereinbart:
Die Modernisierung im Wohngebiet wird für die...

Mieterinnen und Mieter sozialverträglich gestaltet.
Für Zeitraum von drei Jahren dürfen die Mieten um nicht mehr als 20 Prozent in Bezug auf den dort geltenden Werten aus dem Berliner Mietspiegel steigen, zudem wurden Mietobergrenzen vereinbart.
Die Mietkosten von Haushalten mit geringem Einkommen werden die zulässigen Werte nach der Wohnaufwendungenverordnung für den Zeitraum von drei Jahren nicht übersteigen.
Für Mietparteien, die innerhalb des Wohnbestandes umziehen, werden keine Neuvertragsmieten fällig, sondern eine Miete in bisheriger Höhe unter Berücksichtigung der Modernisierungskosten.
Während der Durchführung der Modernisierungsvereinbarungen wird ggf. ein Ausweichquartier bereitgestellt; zudem gibt es weitere Regelungen für die Zeit der Modernisierungsumsetzung.
Der Eigentümer sichert zu, dass innerhalb der nächsten 10 Jahre keine Umwandlung von Mietwohnungen zu Eigentumswohnungen durchgeführt wird.
Der Eigentümer trägt die Kosten für eine unabhängige Mieterberatung.
Im Wohngebiet zwischen Wartenberger Straße und Gehrenseestraße hatte es im letzten Sommer eine Mitteilung des Eigentümers gegeben, die eine umfassende Modernisierung und Instandsetzung des Gebäudebestandes beabsichtigt. Unmittelbar nach dem Erwerb wurden Modernisierungsvereinbarungen an die Mieterinnen und Mieter verschickt, die infolgedessen Mieterhöhungen von zum Teil über 200 Euro mit sich gebracht hätten.
Daraufhin wurde das Bezirksamt tätig und hat die Mieterinnen und Mieter im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützt. Es wurde ein Mieterberater bestellt, der den Betroffenen hilfreich und kostenfrei zur Seite stand. Zudem fasste das Bezirksamt einen Aufstellungsbeschluss für eine Umstrukturierungsverordnung, die vor allem städtebauliche Aspekte berührt. Unterstützung erhielt das Bezirksamt dabei von allen Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung, die hierzu einen gemeinsamen Antrag verabschiedeten.

Mehr Informationen gibt’s bei Stadtrat Wilfried Nünthel
Telefon: (030) 90296 4200
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