Spitzenspiel: Mahlsdorf - Hertha 03 am Sonntag +++ Freitagabend: TeBe im ersten Spiel nach der Entlassung von Trainer Schatte gegen SV Sparta +++ Kellerkinder unter sich: Füchse - Makkabi,  Johannisthal - Staaken

War's das nun endgültig mit der Berliner Meisterschaft? Vergangene Woche wurde das an dieser Stelle für den Fall prophezeit, dass Tasmania nicht bei TeBe siegen und sich Hertha 03 bei Empor durchsetzen würde. So kam es ja bekanntermaßen dann auch. Zwölf Punkte Vorsprung der Zehlendorfer auf Tasmania lassen eigentlich keinen weiteren Zweifel zu. Selbst, wenn die Neuköllner ein Spiel weniger haben: die Nachholpartie beim zuletzt starken Abstiegskandidaten Makkabi am Ostermontag ist inzwischen alles andere als ein Selbstläufer. Die "kleine Hertha" zeigt dazu keinerlei Schwächen - neun Siege in Folge bedeuten die aktuell längste Erfolgsserie in der Liga. Auch die Auswärtshürde bei Empor wurde - trotz des von Zehlendorfer Seite monierten Auflaufens auf Kunstrasenplatz - erfolgreich genommen. So bleibt der Konkurrenz nur, den Hut gen Südwesten zu ziehen und abzuwarten, was passiert, wenn der Spitzenreiter  seiner Unbezwingbarkeit beraubt wird.

Sollte dieser Fall überhaupt nochmals eintreten, dann wäre die...

 ... so hätte wohl einer aus der Armada der ungezählten Fernsehköche den  2:0-Sieg des 1. FC Union gegen Energie Cottbus am Montagabend auf einen  Nenner gebracht. Der blonde Sören Brandy war der überglückliche Matchwinner des Abends. Er ragte allein seiner  Tore wegen aus einer insgesamt überlegen auftretenden und kämpferisch beeindruckenden Mannschaft hervor.

Trainer Uwe Neuhaus hatte seinen Kader augenscheinlich in einem Mixbecher gerührt – nicht geschüttelt – so dass ein völlig neuer Cocktail entstanden war. Den Zuschauern jedenfalls war dieser am Ende ganz nach ihrem Geschmack geraten. Obwohl – eine ganz kleine Dosis an Torgefährlichkeit fehlte im Abgang. Denn Cottbus strahlte gestern dermaßen wenig Energie aus, so dass eins, zwei Tore mehr niemanden verwundert hätten.
Dabei waren durchaus...

Genau in dem Moment als im Stadion An der Alten Försterei Uwe Hünemeier aus etwa 16 Metern mit einem Sonntagschuss – diese abgedroschene Floskel muss an diesem Freitagabend mal wieder ausgegraben werden – den 1:1 Ausgleich für den SC Paderborn 07 erzielt, beginnt der Himmel über Köpenick zu weinen. Es ist die 89. Spielminute. Und auch die Nachspielminuten bringen  wieder keinen Sieg für die Eisernen des 1. FC Union. Seit nunmehr vier Spieltagen wartet der treue Anhang der Köpenicker Kicker auf einen vollen Erfolg.


Während die Paderborner auf dem Platz tanzen, schleichen sich die Spieler in Rot-Weiß mit hängenden Köpfen in die Kabine. „Es fühlt sich wie eine Niederlage an, so in der letzten Minute noch den Ausgleichstreffer zu bekommen“, sagt etwas später Sören Brandy, der in der 53. Minute mit einem Kopfball das 1:0 erzielt hatte. Sein Trainer Uwe Neuhaus spricht dann auch von einer riesigen Enttäuschung. Indes auch er weiß, dass die Gäste, die nun erst einmal auf dem dritten Tabellenplatz rangieren, insgesamt durchaus ebenbürtig waren. Aber mit einem Sieg hätte Union seinen heutigen Gegner sogar überflügeln können. „Wir geben nie auf bevor der Schlusspfiff ertönt“, sagt nebenan der Glücksschütze Hünemeier, der vielleicht sogar Kandidat für das Tor des Monats werden könnte.
Zu Beginn des Treffens vor...

Schwere Hürde: Spitzenreiter Hertha 03 beim KSC +++ Verfolger unter sich: Tasmania-Stern, Wilmersdorf-Sparta +++ Füchse - Gatow: Wer beendet die Pleitenserie?

Wie vergangenen Spieltag konzentriert sich das Geschehen in der Berlin-Liga auch am 22. Spieltag auf den Sonntag – einzig die Partie SV Empor – Berliner SC findet bereits am Sonnabend statt. Dafür können sich mobile Fußballfans beide Spitzenteams der höchsten Berliner Spielklasse zu Gemüte führen. Beide? Nun ja: nachdem die bisherige Konkurrenz von Spitzenreiter Hertha 03 weiter an Boden verloren hat, wurde inzwischen von den Experten der neue Tabellenzweite, der SV Tasmania, als Rivale Nr. 1 für die Zehlendorfer auserkoren. Die aktuell 10 Punkte Rückstand wurden dabei – aufgrund eines Nachholspiels der Neuköllner und dem noch ausstehenden direkten Aufeinandertreffen – auch schon mal virtuell auf vier Zähler herunter gerechnet. Das setzt natürlich erst mal voraus, dass Tasmania ansonsten nicht patzt: die nächsten Gegner Stern 1900, Eintracht Mahlsdorf oder auch TeBe haben es allerdings in sich und im Berliner Pilsner-Pokal spielt man ja auch noch mit.
Der Rest der Widersacher in der Spitzengruppe hat sich allerdings....

Titelfavoit im Alter von 17 Jahren. Vettel-Lehrmeister Peter Mücke hat eine "Händchen" für die richtige Fahrerwahl.      Foto: Jens Galkow


Altglienicke. Neben Vorjahresvizemeister Maximilian Günther steht jetzt Marvin Dienst aus Lampertheim als weiteres Mitglied des Formel-Masters-Teams bei Mücke Motorsport fest.
Der Nachwuchs-Formel-Pilot, der am Montag seinen 17. Geburtstag feierte, war im vorigen Jahr Gesamtfünfter sowie Zweiter in der Deutsche Post Speed Academy geworden. In seinem Debütjahr im Formel-Rennsport stand der Schüler achtmal...

Die Zeiten des "angerosteten" Gekickes scheinen endlich vorbei zu sein.

„Ich hatte den Ball abgefangen und konnte einen Konter tief in die Frankfurter Reihen spielen, passte zu Mattuschka, der mit seinem dicken Arsch den Ball mitnahm und ihn mir dann wieder genial mit der Hacke zuspielte“, schilderte Fabian Schönheim den Vorgang wie es zum entscheidenden 2:0 kam. Im Strafraum angekommen ließ Unions Innenverteidiger im Stil eines abgezockten Stürmers noch Marc André Kruska ins Leere laufen und nagelte die Kugel mit seinem eigentlich schwachen rechten Fuß humorlos ins Netz. „Ich weiß gar nicht, warum sich plötzlich alle mit Fragen auf mich stürzen“, grinst Schönheim, „aus fünf Metern kann doch Jeder den Ball ins Tor knallen.“ Manchmal ist Fußball eben ganz einfach.

Dabei schien es am Freitagabend lange Zeit verdammt kompliziert, das Spielgerät über die Torlinie zu bugsieren. Von Beginn an setzten die Spieler des 1. FC Union denen des FSV Frankfurt dermaßen zu, dass den Gästen das Muffenflattern buchstäblich anzusehen war. So verunsichert...