Schampus auf dem Treppchen muss sein! Der Österreicher Lucas Auer wird stetig besser.    Foto: Jegasoft.Mario Bartkowiak


Berlin/Nürnberg Zwei Plätze auf dem Podest, eine Pole-Position und weitere Ränge in den Top Ten sind die Ausbeute des Teams kfzteile24 Mücke Motorsport aus Berlin bei der sechsten Saisonstation der FIA Formel-3-Europameisterschaft mit den Rennen 16 bis 18 am Wochenende (27. – 29. Juni) auf dem Norisring in Nürnberg. Lucas Auer wurde am Samstag und Sonntagvormittag jeweils Dritter und fuhr am Sonntagnachmittag als Achter in Ziel. Der Österreicher untermauerte damit seinen dritten Gesamtrang hinter dem französischen Spitzenreiter Esteban Ocon (beide Dallara Mercedes) und dem Niederländer Max Verstappen (Dallara Volkswagen), der alle drei Rennen auf dem 2,3 Kilometer langen Stadtkurs gewann.

Zweitbester Fahrer des Rennstalls aus...

der deutschen Hauptstadt im Klassement ist der Schwede Felix Rosenqvist als Sechster, der am Freitag die Pole-Position für das Samstagrennen einfuhr und auf dem Norisring zweimal Sechster und Elfter wurde. Jeweils einmal in den Punkterrängen waren der Israeli Roy Nissany als Siebter am Samstag (zum dritten Mal in dieser Saison in den Top Ten) und die Kolumbianerin Tatiana Calderon (alle Dallara Mercedes), die als Zehnte am Sonntagnachmittag zum zweiten Mal in den Top Ten ankam. In der Teamwertung rangiert kfzteile24 Mücke Motorsport auf der zweiten Gesamtposition.
 
„Unter diesen schwierigen Bedingungen mit wechselnden Streckenverhältnissen können wir insgesamt mit den Ergebnissen zufrieden, auch wenn mehr drin gewesen wäre. Vieles konnten wir allerdings auf der mal nassen und mal trockenen Strecke nicht selbst beeinflussen. Lucas hat das Machbare herausgeholt, ist wieder konstant und stark gefahren. Felix sammelte weiter Punkte“, sagt Teamchef Peter Mücke. „Besonders freut es mich, dass Roy und Tatiana den Sprung in die Top Ten geschafft haben. Dies zeigt ihre stetige Entwicklung nach vorn.“ Die Kolumbianerin war in Lauf 18 am Sonntagnachmittag nach einer Safety-Car-Phase zu Beginn fast vom Ende des Feldes auf Rang acht vorgefahren und als Zehnte ins Ziel gekommen. Pech hatten da Roy Nissany, der in den Startcrash verwickelt war und ausschied, sowie Felix Rosenqvist und Lucas Auer, bei denen anfangs die Strecke durch Kollisionen anderen Fahrer blockiert war. Beide waren dadurch weit zurückgefallen. Während der Schwede Elfter knapp hinter seiner kolumbianischen Teamkollegin wurde, fuhr der Österreicher nach einer furiosen Aufholjagd noch bis auf Rang acht vor.
 
„Mit Beginn der zweiten Saisonhälfte stehen wir nicht da, wo wir eigentlich stehen wollten“, sagt Teamchef Peter Mücke. „Aber wir sind lange genug dabei und wissen, dass noch vieles möglich ist. Es gibt an jedem Rennwochenende maximal 75 Punkte zu holen. Dass wir möglichst viele davon bekommen, daran werden wir arbeiten – und damit wollen wir bei der siebten Saisonstation in knapp zwei Wochen in Moskau beginnen.“ An den noch verbleibenden fünf Rennwochenenden könnten auch Roy Nissany und Tatiana Calderon vorn mitmischen. „Das haben beide gezeigt. Wenn sie das Qualifying auf den Punkt brigen, ist für beide einiges möglich“, sagt Peter Mücke