Am 17. Juni 1953 kam es in Ost-Berlin und zahlreichen Orten der DDR zu einem großen Volksaufstand, der den Unmut der Bevölkerung im Zusammenhang mit politischen und wirtschaftlichen Veränderungen und Forderungen der DDR-Regierung widerspiegelte. Die Streikwelle, die sich an diesem Tag manifestierte, hatte ihren Ursprung in Köpenick und nicht, wie vielfach überliefert, in der damaligen Stalinallee. In der Öffentlichkeit ist heute weniger bekannt, dass die Planung des Arbeiterstreiks, der sich zum Volksaufstand entwickelte, auf dem Müggelsee...

an der Anlegestelle Rübezahl ihren Anfang nahm. Rund 600 Arbeiter der Baustelle des Krankenhauses in Friedrichshain machten am 13. Juni 1953 einen Ausflug mit Fahrgastschiffen, die sie zur Gaststätte „Rübezahl“ führten. Hier diskutierten sie erste Streikgedanken.
Zum Gedenken daran wurde im vorigen Jahr zum 60. Jahrestag des Volksaufstands an historischer Stelle ein Gedenkstein errichtet. Hier wollen Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick um 16 Uhr einen Kranz zur Erinnerung an dieses Ereignis und die zahlreichen Opfer der staatlichen Gewalt- und Repressionsmaßnahmen niederlegen.
Foto: Oliver Igel