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Hundert Tage neuer Bundestag waren zum Jahreswechsel vorbei. Auch für den „Neuen“ aus Treptow-Köpenick. Matthias Schmidt kam über die SPD-Landesliste ins hohe Haus. Wir fragten ihn nach seinen Eindrücken und Plänen.

Köpenick aktuell: Wie haben Sie diese Zeit erlebt? Was waren die schönen und die weniger schönen Momente in dieser Zeit?

Matthias Schmidt: Die ersten einhundert Tage waren sehr positiv: zur Unterstützung meiner neuen Tätigkeit habe ich ein Team von wunderbaren, hoch motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammengestellt. Gemeinsam haben wir viel Organisatorisches erledigt. Das Bundestagsbüro arbeitet schon länger und auch die Wahlkreisbüros nehmen Gestalt an. Aus Treptow-Köpenick habe ich viele positive Rückmeldungen und Unterstützungsangebote erhalten. Dies zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Weniger schön ist, dass man doch für alles viel Geduld und einen langen Atem benötigt. Frisch gewählt ist man sehr tatendurstig und dann geht alles nur sehr langsam los. So ist dies nun mal.

Köpenick aktuell: Welchen Stellenwert hat für Sie die Unabhängigkeit und die
Gewissensentscheidung als Abgeordneter?

Matthias Schmidt: Das Grundgesetz schützt mich und meine Gewissensfreiheit. Das ist...

gut so. In meine freien Entscheidungen fließen viele Faktoren mit ein, zuvorderst die Interessen der Bürgerinnen und Bürger in Treptow-Köpenick. Aber auch sozialdemokratische Grundwerte und der Zusammenhalt unserer Fraktion spielen in jeder Entscheidung eine wichtige Rolle. Wie schwer es für mich war, die Bundekanzlerin zu wählen und wie ich an dieser Stelle meine Gewissensentscheidung gefunden habe, kann man auf www.schmidt-tk.de nachlesen.

Köpenick aktuell: In welchem Ausschuss werden Sie mitarbeiten und warum gerade in diesem?

Matthias Schmidt: Im Innenausschuss. Das ist naheliegend, da meiner beruflichen Herkunft nahe kommend und meinen Vorkenntnissen und Interessen entsprechend.  

Köpenick aktuell: Welche Schwerpunkte werden Sie speziell für ihren Wahlkreis setzen?

Matthias Schmidt: Wenn ich zusätzlich im Sportausschuss mitarbeiten darf – das entscheidet sich Mitte Januar – kann ich hoffentlich einige Ideen für diesen Bezirk mit seinem großen Angebot an sportlichen Aktivitäten und sogar olympischen Erfolgsbiografien umsetzen.  Im Innenausschuss wird sicher das NPD-Verbotsverfahren ein Thema sein. Treptow-Köpenick ist ein Bezirk, in dem sich Nazis breit machen wollen. Aber gleichzeitig ein Bezirk, in dem großartiges zivilgesellschaftliches Engagement übelste Auswüchse verhindert. Das sehen Sie zum Beispiel am friedlichen Miteinander mit Flüchtlingen und Obdachlosen.

Köpenick aktuell: Wie viele eigene Beschäftigte werden Sie bei ihrer Arbeit unterstützen?

Matthias Schmidt: Sechs, davon vier Frauen und zwei Männer bzw.  zwei Vollzeit- und vier Teilzeitkräfte. Drei kompetente und zuverlässige Menschen unterstützen mich in meinem Bundestagsbüro. Drei  aufmerksame und kreative Köpfe sind jederzeit im Bezirk ansprechbar und arbeiten in den Wahlkreisbüros. 

Köpenick aktuell: An welchen Orten und auf welchen Wegen sind Sie für ihre Wähler/-innen
erreichbar?

Matthias Schmidt: Ich möchte nicht nur für meine Wählerinnen und Wähler ansprechbar sein, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger.  Es ändert sich nicht viel gegenüber meinen Angeboten aus der Wahlkampfzeit: ich bin für jeden und jede erreichbar, per  E-Mail, Brief und Telefon. In meinem Wahlkreisbüro direkt am S-Bahnhof Baumschulenweg in der Ekkehardstraße 1 bin ich bereits jetzt präsent; das zweite Büro wird in Friedrichsagen sein und befindet sich noch im Aufbau.

Foto: berlinreporter.Obuchoff