Drucken

Denkmalschutz im Rahmen der Sanierung ist für die Mieterinitiative der Siedlung Mittelheide offenbar ein zentrales Anliegen.             Fotos (2): berlinreporter.Haehnel


Spät, aber möglicherweise nicht zu spät, will der Bezirksdenkmalrat auf Anregung der Mieterinitiative Einfluss auf die Neugestaltung der Häuser in der Siedlung Mittelheide Einfluss nehmen.

Im Rahmen der Sanierung soll der Projektentwickler Berner-Gruppe dazu bewegt werden, bestimmte Baumaßnahmen zu überdenken. Zur Diskussion stehen die geplanten, angesetzten Balkone auf der Gebäuderückseite, sowie die Panoramafenster auf den Dächern. Statt derer schlägt die Initiative den Einbau von...

Dachgauben vor. Die Dächer selbst sollen möglichst mit Biberschwänzen, der ursprünglichen historischen Ziegelart, eingedeckt werden. Die ist in der Siedlung derzeit aber kaum noch zu finden.

Daneben sollen auch die Kasten-Doppelfenster erhalten bleiben und auf den Einbau von Isolierverglasung verzichtet werden. In vielen Fällen wurden bei einzelnen, durch den vorherigen Eigentümer GSW, sanierten Wohnungen auf der Gebäuderückseite allerdings schon Fenster mit Isolierverglasung eingebaut.

Geplant ist nun ein Vorort-Termin, nach dem der Denkmalrat eine Empfehlung an das Bezirksamt abgeben wird. Das kann sich dann aber nur auf noch nicht genehmigte Baumaßnahmen beziehen.


Die geplanten Balkone sollen möglichst entfallen - hier am Beispiel Musterwohnung. Gut für den Denkmalschutz und die Bewohner?