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Zum letzten Punktspieltag der 2. Fußball-Bundesliga vor dem Weihnachtsfest und gleichzeitig vor der Winterpause reisten Gäste aus Bielefeld zur Alten Försterei in Berlin-Köpenick. Die Kicker der Arminia lockten einen Tross von gut 2000 Fans aus Ostwestfalen in die Hauptstadt. Insgesamt freuten sich die Gastgeber des 1. FC Union über 20 236 zahlende Zuschauer.  „Ich möchte mich im Namen der Mannschaft für diese unglaubliche Unterstützung bedanken. Ich finde keine passenden Worte, um auszudrücken, was es bedeutet Teil dieses Vereins zu sein“, artikulierte Unions Trainer Uwe Neuhaus seine Gefühle für dieses inzwischen beinahe heimspieltägliche Geschenk der Fans an die Mannschaft. Gewiss ist diese sensationelle Publikum einer der Gründe, dass Union heute die Gäste mit 4:2 nach Hause schickte und mit 31 Punkten zumindest bis Montag auf dem vierten Tabellenplatz rangiert. Das heißt, die Köpenicker Kicker halten engsten Kontakt zu den Aufstiegsplätzen.

Angefangen hatte das...

Spiel am Sonnabendnachmittag mit einem großzügigen Geschenk der Eisernen an die Gäste. Bereits 27 Sekunden nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Benjamin Brand  versenkte Arminias gefährlichster Stürmer Fabian Klos völlig allein gelassen von der Unioner Innenverteidigung das Spielgerät in die Maschen hinter Torhüter Daniel Haas. Es schien als hätten die Hausherren zu viel Pfefferkuchen genascht. In der ersten Viertelstunde waren die Gäste einfach flinker am Ball und brachten noch dreimal Gefahr vor das Tor der Unioner. Zum Glück hatte Haas immer noch eine Hand oder sonst ein Körperteil am Ball. So blieb ein weiteres Geschenk für die Gäste vorläufig im Sack.

Dafür rehabilitierte sich in der 18. Minute Mario Eggimann für seinen Lapsus zu Beginn. Nach einer Ecke von Torsten Mattuschka konnte er seinerseits nun Klos überspringen und einlochen. Nun verlagerte sich das Spielgeschehen stärker vor das Tor von Arminen-Hüter Patrick Platins. Und nur acht Minuten nach dem Ausgleich bediente Adam Nemec seinen Kollegen Patrick Kohlmann mit einem feinen Kurzpass im Strafraum, den der Außenverteidiger wie ein gelernter Stürmer nutzte – 2:1.

Nun bekam das Spiel auch sein richtiges Ergebnis. Was nicht bedeutete, dass die Bielefelder klein beigaben. Sie blieben immer gefährlich in dem nun zwar von Union dominierten, aber insgesamt ausgesprochen ansehnlichen Spiel. Besonders der schnelle und bei Freistößen brandgefährliche Marc Lorenz, aber auch Klos und Philipp Riese sorgten dafür, dass die Spannung nicht nachließ.

Trotzdem waren es wieder die Unioner, die als nächste trafen. In der 43. Minute folgte eine Ecke der anderen vor Platins Tor. Die zweite verwertete der lange Nemec, der mit seinem Schädel die Kugel ins Netz wuchtete. Es ging dann auch bald hoffnungsvoll in die Kabinen zum Pausentee. Danach kamen die Unioner hellwach auf den Rasen. Nach drei Minuten drang Kohlmann unwiderstehlich in den Strafraum vor Platins Tor ein und konnte lediglich durch ein Foul von Manuel Hornig aufgehalten werden. Brand zeigte sofort auf den Punkt, ließ sich auch nicht durch den Protest von Platins beirren. Klar, dass Tusche Mattuschka sich den Ball zurechtlegte. Platins ahnte zwar, dass Unions Spezialist für ruhende Bälle ins linke Eck zielen würde, flog aber an dem scharf und platziert getretenen Ball vorbei.

Nun dachten alle, die Sache sei gegessen. Indes waren noch 39 Minuten zu spielen. Und es hatten noch lange nicht alle Zuschauer die vorangegangene Szene ausdiskutiert, da pfiff der Referee auf der anderen Seite zum Strafstoß. Diesmal war Kohlmann der Bösewicht, so jedenfalls urteilte der Schiri den leichten Schupser an Klos. Tim Jerat tritt an und verlädt Haas mit einem Schuss ins linke untere Toreck.

Danach wogt das Spiel hin und her. Union versucht, geordnet und ruhig neue Torchancen zu kreieren. Die Bielefelder sind nun bemüht, Tempo zu machen. Torhüter Platins ist nun immer sehr eilig bemüht, den Ball ins Spiel zu bringen. Indes - es nützt nichts. Die Gastgeber sind zu keinerlei Geschenk mehr bereit. Sie beschenken sich letztlich selbst mit diesem Sieg zu Weihnachten. Ausnahme: Christopher Quiring – auch heute wieder in der Stammelf – schenkt einem glücklichen Fan auf der Waldseite sein Trikot.

Na dann frohes Fest!

Die Mega-Bilderschau zum Spiel von Hajo Obuchoff.
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