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Ernst Welters ist tot. Das Mitglied der Linken ist vorgestern im Alter von 73 Jahren gestorben. Er hat 25 Jahre die Arbeit seiner Partei und den Bezirk Treptow-Köpenick geprägt. Als Bezirksstadtrat und stellvertretender Bezirksbürgermeister von Köpenick sind der Prozess der Lokalen Agenda 21, der Kampf gegen den Großflughafen am Standort Schönefeld, die Errichtung und Sicherung von Jugendeinrichtungen, wie dem Mellowpark, untrennbar mit seiner Person verbunden.
Nachdem er nicht wieder ins Bezirksamt gewählt wurde, hat er in zahlreichen Funktionen in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick gewirkt. Als Fraktionsvorsitzender, als Mitglied im BVV-Vorstand, als Alterspräsident und bis zuletzt als Kiezpate für Friedrichshagen und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen, hat er sich stets leidenschaftlich und sachorientiert für die Bürgerinnen und Bürger in Treptow-Köpenick eingesetzt. Bei aller...

...Streitbarkeit und mancher scharfen Rede am Pult in der BVV, war er immer auch ausgleichend, menschlich und versöhnlich. Er gehörte bis zuletzt dem Bezirksvorstand der Linken an und war außerdem viele Jahre Mitglied des Landesvorstands. 1944 in Viersen am Niederrhein geboren und katholisch erzogen, verschlug es den gelernten Konfektmacher nach Berlin, wo er zunächst in der SPD aktiv war und nach einem Parteiausschluss wegen seiner Haltung zum Vietnamkrieg in die SEW eintrat und sich gewerkschaftlich als ehrenamtlicher Vorsitzender der ÖTV-Abteilung Krankenhäuser engagierte und Vorsitzender des Gesamtpersonalrat der Freien Universität wurde.Er hinterlässt seine Partnerin, die gemeinsame Tochter und ein Enkelkind.

Foto: Die Linke