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Union bleibt nach dem 3:1-Heimerfolg gegen die bislang als Angstgegner geltenden Spielvereinigung Greuther Fürth inmitten des Gedrängels um die Spitzenpositionen in Liga zwei.
Zumindest um Rang drei, der am Sonnabend erobert wurde, den Nürnberg heute Nachmittag mit einem Sieg gegen Dynamo Dresden wieder zurückholen kann.
Ganz vorn scheint Düsseldorf mit sieben Punkten Vorsprung auf die Eisernen ein wenig zu enteilen, und auch der überraschend starke Aufsteiger Holstein Kiel mit acht Siegen aus elf Spielen hält sich immer noch auf Rang zwei.

Der sechste Saisonsieg von Union – der vierte in Folge – zeigt indes auch, dass die kleine Delle im bisherigen Saisonverlauf überstanden ist. Vor allem aber zeigten auch die vergangenen Spiele, dass die Bank, auf die Trainer Jens Keller zurückgreifen kann, wenn der eine oder andere Spieler außer Form gerät oder verletzt ist, eine hohe Qualität aufweist. Bestes Beispiel am Sonnabend: Peter Kurzweg, erstmals als Ersatz für den Stammspieler als linker Verteidiger Kristian Pedersen in die Anfangsaufstellung gerückt, führte sich mit dem 1:0 nach gut drei Minuten bestens ein. Und überhaupt erfüllte er seine Aufgabe bis zu seiner Auswechslung in der 73. Minute tadellos. Genauso wie übrigens Michael Parensen, der für Kurzweg kam. Der Oldie an der Alten Försterei – in dieser Saison lediglich in Sandhausen und beim Heimspiel gegen Kaiserslautern für insgesamt 32 Minuten Spielzeit eingewechselt – ist ein weiteres Beispiel für nichtrostende Eiserne. Natürlich wollen wir nicht übersehen, dass...

...auch im Spiel gegen den 17. der Tabelle nach dessen Anschlusstreffer zu Beginn der zweiten Halbzeit Union etwas ins Schwimmen geriet. „Wir hatten ein wenig Angst vor einem Ausgleichstreffer“, beschrieb Simon Hedlund nach dem Spiel seine Gefühlslage und wohl auch die seiner Kollegen.
Dass Unions Abwehr nach dem zeitweiligen Anschlusstreffer durch den überraschenden 25-Meter-Hammer von Maximilian Wittek, nur noch wenig zuließ, gehört ebenso zu den bemerkenswerten Seiten des derzeitigen Unionspiels. Damir Buric, der Fürther Trainer, kommentierte das so: „Union stand hinten sehr kompakt. Immer wieder hatten die Berliner ein Bein dazwischen.“
Und Jens Keller meinte: „Man hat gesehen, die Mannschaft will das Spiel unbedingt gewinnen. Jeder hat den letzten Meter gemacht. Wir hätten natürlich noch das ein oder andere Tor mehr durch die Konter machen müssen, aber wir sind hochzufrieden mit dem 3:1.“
Interessant dürfte die kommende Pokalbegegnung am Dienstag in Leverkusen werden. Die am Sonnabend aktiven Spieler bekommen nur wenig Zeit zur Regeneration. Vielleicht wird der Trainer aber auch wieder auf seine gut bestückte Bank setzen. Immerhin sitzen dort solche Spieler wie Torwart Daniel Mesenhöler, Steven Skrzybski, Philipp Hosiner oder Damir Krailach.
Foto: berlinreporter.Obuchoff