Eeeeeendlich! Union und Sebastian Polter wieder auf der Siegerstraße!
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Nach fünf sieglosen Spielen und einem Rutsch in untere Tabellenregionen drehten die Kicker des 1. FC Union am Montagabend den Trend und kletterten mit dem 5:0-Kantersieg gegen Kaiserslautern von Rang zwölf auf den neunten Tabellenplatz. Für die Eisernen und ihren Trainer Jens Keller ist das natürlich nicht mehr als ein Mittelfeldrang. Immerhin ist Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf um sieben Punkte reicher. 
"Es war ein kleiner Schritt", bremste Keller auch gleich die Euphorie Unionfans unter den 20 592 Zuschauern, die nach dem Schlusspfiff jubelten: „Union ist wieder da.“ Um dem selbst gestellten Ziel, ganz oben an der Spitze mitzumischen, näher zu kommen, muss am kommenden Sonnabend in Aue nachgelegt werden. Das ist schwer genug, denn die Veilchen blühen nach einem Fehlstart inzwischen wie im Frühling.
Kaiserslautern kann davon nur träumen. Ihr neuer Trainer Manfred Paula hatte seine Mannschaft augenscheinlich sehr motiviert, mutig in dieses Treffen zu gehen, indes lief alles schief. Spätestens nach 25 Minuten war sein Plan verbrannt.
Und die bei Union neu...

...gekommenen Marcel Hartel und Grischa Prömel kannte „Abwehr-Teufel“ Benjamin Kessel gar nicht. Die aber fielen mit ihrer Quirligkeit, Übersicht und Zweikampfstärke neben Polter besonders auf. Prömel war übrigens mit 78 Prozent Zweikampfquote in diesem Punkt stärkster Spieler auf dem Platz. Hinzu kam mit 78 Ballkontakten ein weiterer Spitzenwert für diesen Spieler, der in bei Union wegen einer Verletzung vorher noch nie von Beginn an gespielt hatte. „Grischa hat eine überragende Leistung gezeigt“, lobte auch Keller den 22-Jährigen.
„So etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte später dann auch Gästetorhüter Marius Müller, „Es waren mindestens 20 Schüsse, die da auf mein Tor kamen.“ Ein letzter ging dann doch noch rein. Das 5:0 von Polter in der 77. Minute. Nach diesem Erfolg beendete Keller dann den Arbeitstag für seinen Toptorschützen.
Nachdem Schiedsrichter Markus Schmidt pünktlich nach 90 Spielminuten abgepfiffen hatte, spielte sich vor dem Gästeblock dann auch ein Drama ab. Die unterlegenen Kicker schlichen, nachdem sie schon von den Unionspielern Trost gespendet bekamen, vor die Gästetribüne von der die aufgebrachten Fans aus der Pfalz sie mit Flüchen und Beschimpfungen empfingen. Die Teufel vom Betzenberg erlebten an der Alten Försterei die Hölle - in doppelter Hinsicht.