"Stolz wie Oskar": Landesbranddirektor Wilfried Gräfling, Wehrleiter Christian Rößler und Innensenator Andreas Geisel (v.l.n.r.) freuen sich über die schnellen Wege zum Bau des neuen Gerätehauses.  Fotos (2): berlinreporter.Haehnel


„Geht doch!“ wäre eine alternative Überschrift. Und es ist nicht nur der Senat, der mit neuen Mitteln in die Infrastruktur investiert. Worauf Innensenator Andres Geisel (SPD) heute bei der Grundsteinlegung besonders stolz war. „Druck gemacht“ in Sachen Neubau hat laut Geisel schließlich auch der Köpenicker MdA Robert Schaddach (SPD). Und hätte es nicht den „runden Tisch“ Mitte Februar bei Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) gegeben, wäre vom Grundstein des neuen Gerätehauses noch nichts zu sehen. Und auch wenn einige eine „Nacht-und-Nebel-Aktion“ bei der anschließenden „Baumfällübung“ zusammen mit befreundeten Wehren auf dem Grundstück ausgemacht haben, waren sich die Anwesenden am Ende alle einig: Es ist alles richtig gut gelaufen.
Frei nach dem Motto: „Was nützt es, ein paar... 

...Bäume stehen zu lassen, wenn am Ende niemand da ist, der den ganzen benachbarten Wald richtig vor einem großflächigen Brand schützen kann.“ So brachte es ein bei der Feier anwesender Feuerwehrmann auf den Punkt.
Landesbranddirektor Wilfried Gräfling zeigte sich rundum zufrieden, zumal der Ausbau der Feuerwehr-Infrastruktur – auch im Bezirk – recht bald weiter gehen soll; in Grünau beispielsweise. Und die vor Jahren von den einen oder anderen Feuerwehr-Oberen geäußerten Ängsten um ausreichenden Nachwuchs bei den freiwilligen Wehren, konnte Gräfling zerstreuen: „Wir haben in Berlin glücklicherweise keine Nachwuchsprobleme. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir eine intensive Jugendarbeit betreiben. Die Jugendfeuerwehr wächst.“ Über 1400 freiwillige Wehrleute seien aktuell im Dienst. Durch neue Fahrzeuge und Wachen drücke sich auch die inzwischen deutlich verbesserte Wertschätzung der Freiwilligen Feuerwehr durch die Politik aus, so Gräfling. Und so darf der Neubau des Gerätehauses Rauchfangswerder als Modellfall für den Bau neuer Feuerwehrwachen gelten, findet der Chef des Berliner Immobilienmanagements, Sven Lemiss.


Wehrleiter Christian Rößler (r.) und ein Kollege "versenken" die Zeitkapsel in den Grundstein.