Die Diskussion geht wegen des Verkehrsgerichtstages in Goslar aktuell wieder durch die Medien: Sind Menschen ab etwa 75 Jahren nicht mehr verkehrstüchtig? Brauchen wir einen regelmäßigen Test? Die Debatte wird durch einen aktuellen Fall bei uns befeuert. Hier die Polizeimeldung:
Bei einem Verkehrsunfall in Köpenick wurde gestern Nachmittag eine Autofahrerin in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von Rettungskräften der Feuerwehr befreit werden. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr gegen 17 Uhr ein 80-Jähriger mit seinem Toyota von einem Parkplatz eines Discounters auf den Fürstenwalder Damm. Hierbei...

...übersah er offenbar den VW einer 59 Jahre alten Frau, die auf dem Fürstenwalder Damm in Richtung Bölschestraße unterwegs war. Die Fahrzeuge stießen zusammen. Durch den Zusammenprall verlor die Frau die Kontrolle über ihren Wagen, schleuderte in den Gegenverkehr und stieß dort gegen den Anhänger eines Kleintransporters. Anschließend kam der VW quer auf der Fahrbahn zum Stehen. Die Feuerwehr befreite die 59-Jährige und brachte sie in ein Krankenhaus, wo sie stationär aufgenommen wurde. Der 80-Jährige und der Fahrer des Transporters blieben unverletzt.
Die Tagung der Juristen hat sich dagegen ausgesprochen. Fürchtet die Autoindustrie Umsatzeinbußen? Fürchten Automobilklubs Mitgliederverluste? Was ist also sinnvoll?

Foto: berlinreporter.Archiv