Treptow-Köpenick hat zwei sehr schöne historische Rathäuser. Das Haus hier am Treptower Park ist Sitz der Bezirksverordneten-versammlung.
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„Wir können in unserer Bezirks-verordnetenversammlung (BVV) keine Kandidaten einer Partei wählen, die einen Landesvorsitzenden in Thüringen hat und in der Partei duldet, dessen Aussagen eindeutig darauf deuten, dass er mit den Nazis und dem dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte sympathisiert“, sagt die Fraktionsvorsitzende Claudia Schlaak, von den Bündnisgrünen im Bezirk. „Die AfD-Fraktion in Treptow-Köpenick bezieht keine eindeutige Position und distanziert sich von diesem Menschen und seinen Positionen nicht.“
Und so musste dann nach langen Diskussionen und Beratungen des Ältestensrates sowie...

...zwei gescheiterten geheimen Wahlgängen die Wahl der Deputierten vertagt werden. Ob das die Lösung des Problems ist und ob die AfD jetzt andere Kandidaten auswählt, sei dahingestellt.
Deputierte sollen sachkundige Bürger sein, die in den Fachausschüssen mitwirken und dort auch Stimmrecht haben.
Zusätzlicher Stein des Anstoßes, nicht nur für die Grünen, sind außerdem von der AfD nominierte Kandidaten, die vorwiegend auf Facebook hetzerische und abwertende Äußerungen gegen Flüchtlinge verbreiten und rechtsradikale Organisationen unterstützen sollen.
Ob und wann die BVV und ihre Ausschüsse dann endlich vollständig arbeitsfähig sein werden, steht demnach in den Sternen. Denn mit einer Wahl der bisherigen AfD-Kandidaten dürfte auch künftig nicht zu rechnen sein. Am 3. März gibt es in der BVV-Sitzung vermutlich einen neuen Wahlversuch.