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Kann ihr Glück noch nicht so ganz fassen: Lisa Volkmann lauscht der Laudatio von Bürgermeister Oliver Igel.
Foto: berlinreporter.Bertram


Im Rahmen der Abschlussveranstaltung des Projekts „Stark & selbstbewusst durch MINT!“ wurde am 29.11.2016 im Rathaussaal Köpenick der Mädchenpreis Treptow-Köpenick verliehen. Bereits im zehnten Jahr ehrt der Bezirk mit diesem Preis Mädchen und junge Frauen für ihr besonderes Engagement im sportlichen, kulturellen oder sozialen Bereich.
Lisa Volkmann ist die diesjährige Gewinnerin des Mädchenpreises. Die Neunzehnjährige hat im Rahmen ihres Fachabiturs ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Kietz-Klub Köpenick absolviert und ist immer noch ganz überrascht: Für den Preis wurde sie von ihren Kollegen im Kietz-Klub vorgeschlagen. Von der Ehrung erfahren habe sie...

...erst durch den Brief des Bezirksamtes, sagt die sportliche junge Frau.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel lobt die Berlinerin Volkmann in seiner Laudatio für ihren Einsatz für Kinder und Jugendliche im Kietz-Klub und betont, dass die “Mädchen von heute den Motor für gesellschaftliche Veränderungen darstellen”. Während ihres FSJ habe Volkmann die “Mädchen AG” aufgebaut, um Mädchen und jungen Frauen einen geschützten Freiraum zu ermöglichen. Mit viel Verständnis, besonders was schulische Sorgen angeht, war sie ein wichtiger Anlaufpunkt für Kinder und Jugendliche im Klub. Ihr sei es ein Anliegen gewesen, dass sie Freude haben und ihre Kindheit unbeschwert genießen können, sagt Igel in seiner Würdigung.
Neben dem besonderen Engagement für Mädchen habe Lisa Volkmann auch einen “Jungsraum” eingerichtet, mit den Kindern Seifenkisten und einen Fussballbillardtisch gebaut. Dem Kietz-Klub, der erst vor kurzem seinen 26. Geburtstag feierte, habe sie vor allem durch Flyer und Öffentlichkeitsarbeit zu mehr Aufmerksamkeit verholfen. Die Arbeit habe ihr so große Freude gemacht, so Volkmann, dass sie sich auch nach Abschluss des FSJ weiter engagieren möchte. Die Aufgaben entspannen sie, sagt die junge Frau und lächelt.
Der Mädchenpreis wird durch eine Jury vergeben, der Bezirksbürgermeister Oliver Igel vorsteht und ist mit 300 Euro dotiert. Anders als in den vergangenen Jahren gab es 2016 nur wenige Bewerberinnen, sodass erstmals nur ein Mädchenpreis, statt wie bisher drei, vergeben wurde. Dennoch wurden auch Leonie Fritz (8. Klasse) und Katharina Geburtig (9. Klasse) mit dem Anerkennungspreis bedacht. Beide hatten am Projekt “Stark & selbstbewusst durch MINT!“ teilgenommen und überzeugten mit ihren Leistungen im naturwissenschaftlichen Bereich. Zukünftig soll das enge Zeitfenster für Bewerbungen ausgeweitet werden. Bewerbungen für den Mädchenpreis sollen ab 2017 das ganze Jahr über möglich sein.

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