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Jetzt ist es amtlich: SPD-Chef und Bürgermeister Oliver Igel (l.) und Carsten Schatz, Bezirksvorsitzender von Die Linke unterzeichnen den Vertrag.
Fotos: berlinreporter.Haehnel


Ein wenig schneller als die Kollegen auf Landesebene waren die Wahlsieger in Treptow-Köpenick. Heute haben die Partei-Chefs in der Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche den "Vertrag über die politische Zusammenarbeit zwischen der SPD und Die Linke in Treptow-Köpenick für die VIII. Wahlperiode" unterzeichnet.
"Nach 26 Jahren Neben- und manchmal Gegeneinander wollen die Vertragspartner ein neues Kapitel für Treptow-Köpenick beginnen", heißt es in der Einleitung des Vertragstextes. Und so ist es tatsächlich der erste Vertrag, die erste Zählgemeinschaft zwischen Die Linke und der SPD in Treptow-Köpenick.
Schwerpunkte setzt das Papier für einen "bunten Bezirk", die Stärkung des Bezirksamtes, angesichts des Zugzugs den Ausbau der Infrastruktur oder die Wirtschaftsförderung. Soziale Aspekte spielen eine wichtige Rolle. So sollen ...

...Jugendfreizeiteinrichtungen und Kiezklubs in kommunaler Trägerschaft nicht nur erhalten sondern auch ausgebaut werden.
Besonderen Wert legen die Partner auch auf größtmögliche Transparenz bei der Bürgerbeteiligung.
Jetzt kann sich die neue Bezirksverordnetenversammlung am Donnerstag konstituieren und die Stadträte wählen.  Oliver Igel als Bürgermeister und Wirtschaftsstadt darf als gesetzt gelten. Ebenso der SPD-Baustadtrat Rainer Hölmer. Die Linke stellt den stellvertretenden Bezirksbürgermeister, momentan noch Gernot Klemm. Einen Stadtrat-Posten hat die Linke allerdings an die AfD verloren. 
Die CDU konnte inzwischen ihren Streit mit ihrem Noch-Stadtrat Michael Vogel eindämmen. Wie es heißt, wird er die Fraktion nicht verlassen. Und der Partei bleibt so die Position im Bezirksamt erhalten. Diesmal soll allerdings eine Frau antreten. Spannend bleibt die Frage, wie die beiden Oppositionsparteien CDU und AfD - jeweils mit einem eigenen Stadtrat ausgestattet - miteinander umgehen werden. Und wieviel aus der heute geschlossenen Kooperationsvereinbarung zur Zählgemeinschaft umgesetzt werden kann, wird die Redaktion von Köpenick-Reporter im Auge behalten.