Folgen des Zuzugs: Dauerhaft überforderte Verkehrswege.
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Innerhalb eines Jahres sei die Einwohnerzahl um genau 7031 neu angemeldete Personen gestiegen. Das sagen die Zahlen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg.
Die Gesamtzahl der Einwohner beträgt demnach 257.782 Einwohnerinnen und Einwohnern. „Immer mehr Menschen möchten hier im Berliner Südosten leben und gemeinsam mit ihren Familien und Freunden die Vorzüge des grünen und wasserreichen Stadtrandes genießen“, nimmt das Bezirksamt an.
Ob sich die Vorzüge aber aktuell bewahrheiten können, bleibt offen: Bis zu sechs Monate muss im Bezirk mitunter auf Facharzttermine gewartet werden, in Charlottenburg waren innerhalb maximal zwei Wochen im Rahmen eines Selbstversuchs Termine bei einem Hautarzt und einem Urologen zu haben. Wie soll das weitergehen?
Oder: Wenn von den rund...

...7000 Neubürgern nur jeder Zweite ein Kraftfahrzeug mitbringt, kann man sich ausmalen, was das für den Bezirk bedeutet. Man denke da nur an die Dauerengstelle auf der Allende-Brücke oder am Brückenneubau in Schöneweide auf beiden Seiten. Für Nadelöhre wie die Bahnhofstraße/Mahlsdorfer Straße gibt es gar keine Konzepte. Scheinbar wird im Bezirk dafür keine Notwendigkeit gesehen.
Und davon, dass es im Bezirksamt immer noch mindestens zwei Monate dauert, um mit Glück einen Termin zu ergattern, wollen wir gar nicht mehr reden. Es scheint, als würde der Stellenzuwachs nicht annähernd mit dem Bevölkerungszuwachs Schritt halten. Aber über das Ausmisten und Verschlanken von unnötig bürokratischen Vorschriften denkt auch keiner erkennbar nach.
Ein klein wenig mehr Ehrlichkeit, Engagement und Fantasie würde unseren Politikern gut anstehen…
Ob die Köpenicker und Treptower die Jubelmentalität ihrer Führungsriege goutieren, wird jedenfalls die Wahl am kommenden Sonntag zeigen. Wir sind gespannt.