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Redaktionspraktikant Sören über das liebe Geld und die (S)-Bahn und neue Wege in der Geldbeschaffung für die ausgezehrte Bahn-Stief-Tochter.
Wie war das noch gleich? Ach ja, die S-Bahn hat mit der Brechstange gespart, um den Börsengang der Bahn anzufüttern. Schließlich sind dank der Fahrerei auf Verschleiß zweistellige Millionenbeträge an die ...

Stiefmutter Bahn AG geflossen, für Mehdorns Lieblingsphantasie.
„Und nu? Nu is allet wieda wech“, hat meine Oma gesagt. Denn der Senat hat sich nicht lumpen lassen und ähnliche Beträge einfach nicht an die Rot-Gelben gezahlt. Schließlich wurde die Leistung in weiten Teilen ja nicht erbracht. So weit – so schlecht. Mindestens für die Fahrgäste. So, und jetzt stellen wir uns nur noch vor, der Börsengang wäre nicht abgesagt worden und ein Weilchen danach wäre der S-Bahn-Crash passiert. Na, das wäre eine Freude gewesen. Besonders bei den frisch gebackenen Aktionären. (Ihr erinnert euch noch an die Telekom-Aktie?) So weit – so schlecht. Mindestens für die potenziellen Aktionäre.
Und jetzt? Die S-Bahn versucht doch tatsächlich frisches Geld einzutreiben. Täglich, ja täglich, quasi werde immer ich kontrolliert. Aber ob die 60 Euro Bußgeld der Schwarzfahrer das Finanzdesaster ausgleichen können? Ob die Bahn doch noch irgendwie an die Börse kommt?
Ob die Politiker in diesem Fall noch bei Trost wären?
Ob der neue Bahn-Vorstand tatsächlich was ändern will oder kann?
Und Mehdorn? Wo ist eigentlich Mehdorn? Ach ja, ich glaub’ ich erinner’ mich.
Ist der jetzt nicht bei Air Berlin? Ob man da jetzt noch einsteigen kann? Fragen über Fragen.
Für mich habe ich die schon längst beantwortet: Rot-Gelb (die S-Bahn) passt nicht zu Schwarz-Gelb (die Bundesregierung). Deshalb wird das bald wohl noch schlimmer, aber bestimmt nicht viel besser.
Fliegen passt nicht zu Sören. Schlechtes Gewissen, vonnz wegenz Klima. Und Mehdorn – der passt eigentlich auch nicht zu Air Berlin.
Und, ach ja. Die armen Fahrschein-Kontrolleure. Die hören sich jetzt eben Sachen an:
„Wie? Ihr traut euch noch hier rein?“ Oder: „Wer nicht liefert kriegt auch kein Geld.“
Oder: „Meinen Fahrschein bring’ ich morgen mit – ihr kommt ja auch, wann ihr wollt“.
Und die Informationen sind auch noch nicht besser geworden. Wenn das S-Bahn-Dream-Team dann schon mal etwas von sich gibt, ist es höchstens das vertraute „Eischt! Stückblei!“ Manchmal auch nur : "Stückblei!" Oder so.

Und jetzt will ich nicht weiter stören.
Schönes Leben noch, euer Sören.