Stichtag 6.August: Genau 222 Jahre ist es jetzt her, als 1791 das Brandenburger Tor fertig gestellt worden war. Stadttor für das preußische Berlin war es genau so wie Inkassostelle für den Zoll. Der Architekt Carl Gotthard Langhans hatte das Gebäude im Auftrag des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II errichtet.
Die Ähnlichkeit mit den Säulen des Tempels der Akropolis war beabsichtigt. Erst zwei Jahre später kam die von Johann Gottfried Shadow gefertigte Quadriga mit der Siegesgöttin Viktoria auf das Tor. Nein, sie wurde nicht von den Russen Richtung Osten gedreht. Ja, sie stand schon immer so und sollte als symbolische Siegesbotschafterin und Friedensbringerin der Stadt fungieren. Schließlich gehörte der dem Tor gegenüberliegende Tiergarten damals nicht zu Berlin. Auch heute noch...

kann man durch das Brandenburger Tor das historische Berlin verlassen, der Straße des 17.Juni folgen und wenig später durch das Charlottenburger Tor die nächste historische Stadt Charlottenburg betreten.
Die Quadriga und das Tor überstanden alle Wirren der Geschichte, wie Entführung, Rückkehr, Beschuss, Symbol der Teilung bis zum heutigen Symbol der Einheit und Touristenmagneten. Der Chronist enthält sich deshalb jeglicher Spekulation, wie viele Milliarden und Abermilliarden Fotos schon von diesem Brandenburger Tor geschossen wurden, das beileibe nicht das einzige Tor dieses Namens ist.
Das nächste steht „um die Ecke“ in Potsdam und ist eigentlich auch ganz hübsch.
Fotos: SirPress Haehnel

 

   
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