Der 26. Berlinliga-Spieltag beginnt am Donnerstagabend: Derby im Mommsenstadion +++ Spitzenreiter: Hertha 03 vor Pflichtaufgabe in Johannisthal +++ Kellerkinder: Füchse wollen Aufwärtstrend gegen Empor fortsetzen +++ Keine Osterferien: Makkabi und Tasmania müssen Montag nochmal ran

Schon ausgepowert? Köpenicks Abwehrmann David Jacob braucht gegen den Tabellenfünften Wilmersdorf nochmal frische Kräfte.    Fotos: BAFPics.Lehner


Ostern macht's möglich: diese Runde der Berlin-Liga geht bereits am Karfreitag über die Bühne, Tennis Borussia trägt "sein Flutlichtspiel" daher schon am Gründonnerstag aus. Somit können die Spieler der höchsten Spielklasse der Hauptstadt das lange, freie Wochenende genießen - mit Ausnahme der Kicker von Makkabi und Tasmania, die am Ostermontag ihr Nachholspiel austragen. Die Neuköllner könnten mit einem 6-Punkte-Wochenende vor dem Spitzenspiel in Zehlendorf am 27. Spieltag nochmal den Hut in den Ring werfen.

Spitzenreiter Hertha 03 büßte zuletzt zwar zwei Zähler Vorsprung durch das Unentschieden in Mahlsdorf ein, doch handelte es sich dabei...

um die beiden Punkte, um die man am Spieltag zuvor aufstocken konnte. Kurz gesagt: alles beim Alten. Nun reisen die Zehlendorfer zum "Duell der Gegensätze" zu SF Johannisthal: Tabellenerster beim Schlusslicht, beste Auswärtself gegen schwächste Heimelf, beste Offensive und Defensive gegen die schlechteste Offensive. Keine Frage: klarer können die Vorzeichen bei einer Paarung der Berlin-Liga kaum sein.

Ob die Beiden wohl das Auswärtsspiel bei Tasmania besprechen? David Hahn und Percy Bringmann von Sparta können mit der bisherigen Performance ihres hoffnungsvollen Aufsteigerteams hoch zufrieden sein...


Will man den SV Tasmania in die Kategorie "Herausforderer" einsortieren, so darf sich der Tabellenzweiter. also am Freitag zuhause gegen den SV Sparta keine Blöße geben. Die Neuköllner haben dabei seit Anfang Oktober im heimischen Werner-Seelenbinder-Sportpark alle ihre Partien gewinnen können. Der Aufsteiger aus Lichtenberg ging dagegen nur bei zwei seiner letzten acht Begegnungen als Sieger vom Platz, allerdings beide Male auswärts.

Wieder auf Platz 3 vorgerückt ist Tennis Borussia - die Mini-Krise nach dem Aus im Meisterschaftsrennen scheint durchgestanden. Vergangenes Wochenende gab es ein sehenswertes 4:2 im Mommsenstadion gegen Sparta, dem ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Markus Schatte. In der Partie gegen TuS Makkabi soll nun der neue Übungsleiter Daniel Volbert, mit dem man nächste Saison den Aufstieg in die Oberliga anstrebt, erstmals auf der Bank sitzen. Ernüchterung herrscht dagegen beim Gegner im "Eichkampderby": Makkabi musste nach deutlichem Aufwärtstrend ausgerechnet im "6-Punkte-Spiel" bei den Füchsen eine derbe 1:5-Schlappe hinnehmen. Somit hat sich der Rückstand des Tabellenvorletzten wieder auf neun Punkte erhöht - nach dem Spiel gegen TeBe wartet obendrein gleich am Montag im Nachholspiel gegen Tasmania der nächste dicke Brocken auf die Charlottenburger.

Somit waren die Füchse Berlin der große Gewinner des letzten Spieltags in der Abstiegszone: als einziges Team der unteren Tabellenhälfte konnten die Reinickendorfer gewinnen. Dadurch gelang nicht nur erstmals seit dem 18. Spieltag wieder der Sprung über den Strich im Tabellenkeller, sondern auch bis Platz 11 sind es nur noch drei Zähler. Gut für die Mannschaft von Markus Zschiesche, dass sie nun gleich wieder zuhause ran darf, denn am Freiheitsweg punktet sie weitaus zahlreicher als in der Fremde. Gegner ist dabei der SV Empor, der keins seiner letzten vier Spiele gewinnen konnte und sich dadurch nun der Füchse im Zweikampf erwehren muss.

Zu viel Barmherzigkeit sollte sich der VfB Hermsdorf im Abstiegskampf nicht mehr leisten. So ermöglichte man zuletzt dem kriselnden SFC Stern nach nur einem Punkt aus fünf Spielen mal wieder einen Dreier beim 2:4 an der heimischen Seebadstraße. Dort wird nun sogleich am Freitag mit dem SC Gatow - vier Punkte aus den letzten 10 Spielen - ein noch größeres Sorgenkind der Liga vorstellig. Ein Unentschieden wäre in jedem Fall für beide Teams zu wenig.

Bis zum Schluss wird wohl der SC Staaken - wie schon über weite Strecken der Saison - im Abstiegsschlammassel stecken. Seit dem 10. November konnten die Spandauer kein Heimspiel mehr für sich entscheiden. Mit dem SFC Stern 1900 kommt nun eine Mannschaft an den Kurzen Weg, die gerade ihre Offensivqualität nach langer Durststrecke beim 4:2 in Hermsdorf wieder entdeckt hat.

Auch der Nordberliner SC sitzt weiter in der Tinte: nach dem deutlichen 1:4 beim KSC wartet der Aufsteiger nun auch schon wieder vier Partien auf einen Sieg. Beim TSV Rudow soll nun zum Abschluss der Freitagsrunde um 17.30 Uhr mal wieder ein Erfolgserlebnis her. Die Rudower bleiben allerdings als Tabellen-10. im stetigen Auf und Ab für alles gut. Mit anderen Worten: seriöse Ergebnisvorhersage unmöglich...

Alle Partien des 26. Spieltags im Überblick:
Donnerstag:
Tennis Borussia (3.) - TuS Makkabi (17.)  19 Uhr , Mommsenstadion
Freitag:
Köpenicker SC (7.) - 1. FC Wilmersdorf (5.)  12 Uhr, Wendenschloßstraße
Füchse Berlin (15.) - SV Empor (14.)  14 Uhr, Freiheitsweg
SV Tasmania (2.) - SV Sparta (6.)  14 Uhr, Werner-Seelenbinder-Sportpark
VfB Hermsdorf (11.) - SC Gatow (12.)  14 Uhr, Seebadstraße
SC Staaken (16.) - SFC Stern 1900 (8.)  14 Uhr, Sportpark Staaken
SF Johannisthal (18.) - FC Hertha 03 (1.)  14.30 Uhr, Segelfliegerdamm
Eintracht Mahlsdorf (4.) - Berliner SC (9.)  15 Uhr, Am Rosenhag
TSV Rudow (10.) - Nordberliner SC (13.)  17.30 Uhr, Stubenrauchstraße

   
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