Tegel / Schönefeld. Da immer noch nicht feststeht, wann nun genau der Flughafen BER ans Netz geht, sehen sich Senat und die Flughafengesellschaft gezwungen, nochmals 20 Millionen Euro in die „alten“ Flughäfen Tegel und Schönefeld zu stecken, so die Senatsverwaltung heute.
Es geht unter anderem um umfangreiche Sanierungen und Neubauten der sanitären Anlagen. Außerdem werden in Tegel die Heizungsanlage, die Gebäudeleittechnik und die Gepäckbänder modernisiert. Für schnellere Wartungsarbeiten auf dem Airport in Tegel hat die Flughafengesellschaft zusätzliches Personal eingestellt.
Auch in Schönefeld alt laufen...

Sanierungsarbeiten. Mit insgesamt hundert Einzelmaßnahmen sollen beide Flughäfen fit gemacht werden, die angenommenen zusätzlichen Passagierkapazitäten besser zu bewältigen. Es bleibt aber auch dabei, dass Tegel mit der Eröffnung von BER seinen Betrieb einstellen wird.
Und als Entschuldigung für die immer noch unabsehbare Verspätung führt der Senat in seiner heutigen Erklärung gleich drei andere Großprojekte an:
Darunter die Elbphilharmonie in Hamburg, deren Eröffnung aktuell 2017 vorgesehen ist, obwohl sie für Ende 2011 geplant war. Auch die Planung für Stuttgart 21 sei ja zwei Jahre im Rückstand. Aber auch in Wien habe es Probleme mit dem neuen Flughafenterminal gegeben. Eröffnet werden sollte er 1999. Tatsächlich ging er am 3. Juni 2012 ans Netz.

Bleibt die Frage: „Warum orientiert sich die Berliner Politik an Negativbeispielen?“

Foto: berlinreporter.Haehnel

   
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