Zustand am Freitag: Keine Eisstockbahn dafür noch jede Menge Baustelle. Fotos (3): berlinreporter.Haehnel


Mitte. Man erinnert sich? Zum Adventstrubel sollte die Friedrichstraße im Kreuzungsbereich Unter den Linden wieder geöffnet werden. Ging nicht – wegen einer Eisstockbahn. Also wurde fleißig diskutiert: Eisstockbahn verlegen, Fahrbahnfreigabe verschieben und endlich wurde eine Richtungsfahrbahn geöffnet – wegen der Eisstockbahn.
Prima, denkt man sich. Passt irgendwie. Berlin und Bauen – Sie wissen schon! Nun sind Reporter wie wir von Natur aus a) neugierig und b) misstrauisch. Also am Freitag nix wie hin und nachschauen. Und richtig. Die Friedrichstraße ist einspurig befahrbar, aber nicht wegen der Eisstockbahn. Die gibt’s dort nämlich nicht. Wir lassen mal offen, wieso.

Man könnte also denken, dass die Straße nun...

endlich komplett freigegeben wird. Geht aber (noch) nicht, denn die BVG, beziehungsweise die beauftragte Baufirma, macht sich dort noch mit Baustellenresten ziemlich breit: Ein provisorischer Kabelkanal verläuft auf der Nordseite durch ein Betonröhrenkonstrukt mitten auf der Fahrbahn nach unten in den U-Bahnschacht und zwei provisorische Bau-Abgänge auf der Südseite blockieren den Straßenbereich. Mal abgesehen von der noch unfertigen Straßendecke.

Um ein Haar hätte der Chronist jetzt geschrieben, dass man doch mal die Herren Mehdorn und Wowereit um Rat bitten könnte. Die kennen sich doch mit Baufortschritten aus… Aber nur um ein Haar!!

Mitten auf der Fahrbahn: Kabelkanal aus Betonröhen

   
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