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Altglienicke. Wie jetzt bekannt wurde verstarb am 23. November, wenige Wochen vor Vollendung seines 75. Lebensjahres, der Maler und Graphiker Gerhard Lahr.
Als vielseitiger Illustrator für Kinder- und Jugendbücher wurde er in den 1960er Jahren mit stimmungsvollen Bildern rasch bekannt. Ein Mauerbild an der EastSideGallery und einige «Minibücher von der Bordsteinkante», die er mit
Straßenkindern vom Zoo gestaltete, zeugen auch von seinem politischen und sozialen Engagement.
Seine fantasievollen Zeichnungen schmückten jahrzehntelang die Bücher des Kinderbuchverlags, Benno Pludras «Tambari» und «Insel der Schwäne», Hannes Hüttners «Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt» oder «Kater Willi»,

viele Folgen von...


Herbert Friedrichs «Krawitter, Krawatter», Falladas «Mäuseken Wackelohr», abenteuerliche Indianer- und ungezählte Tierbücher, die Märchen von Hauff als Prachtausgabe, Heine, Musäus und der Brüder Grimm und Werke der Weltliteratur. Mit seinen künstlerisch anspruchsvollen Arbeiten und der Poesie seiner Bilder hatte er Anteil an der Buchkultur der DDR, die auch über deren Grenzen hinaus Anerkennung fand.

Lahrs schönste Zeichnungen nahm die Staatsbibliothek in ihre Sammlung auf.

Foto: Mauerbild "Berlyn" von Gerhard Lahr an der Eastside-Gallery
© Marc Tollas, pixelio.de