Friedrichshagen. Rund 80 Polizisten waren gestern in einem Waldgebiet in Friedrichshagen  im Einsatz, nachdem dort eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden war. Mitarbeiter einer privaten Firma, die gezielt nach Blindgängern sucht, entdeckten die mit 80 Kilogramm Sprengstoff gefüllte britische 250 kg schwere Bombe gegen 9 Uhr 30 im Jagen 287 nördlich der Schöneicher Straße und alarmierten die Polizei. Nachdem...


der Verkehr in der Schöneicher Straße zwischen der Dahlwitzer Landstraße und der Stadtgrenze in beiden Richtungen gesperrt sowie der Betrieb der Straßenbahnlinie 88 eingestellt worden war, kontrollierten Beamte einer Einsatzhundertschaft in einem Radius von 1.000 Metern um den Fundort den Wald und geleiteten vereinzelte Spaziergänger außerhalb der Sperrzone.
Kurz vor der Sprengung erfolgte dann die beidseitige Sperrung der Dahlwitzer Landstraße zwischen dem S-Bahnhof Friedrichshagen und der Stadtgrenze. Darüber hinaus flog noch einmal der Polizeihubschrauber über das Waldgebiet und suchte nach weiteren Personen. Als niemand mehr gefunden wurde, gab es grünes Licht für die Entschärfer.
Spezialisten des Landeskriminalamtes nahmen dann gegen 16 Uhr 45 aus einem gepanzerten Sonderwagen die kontrollierte Sprengung des stahlummantelten Blindgängers vor. Ein Transport der mit einem chemischen Langzeitzünder versehenden Bombe war nicht möglich gewesen, da sie zudem mit einer Ausbausperre ausgestattet war. Bei der Sprengung entstand ein etwa drei Meter tiefer Krater mit einem Durchmesser von rund vier Metern. Zudem wurden ein mehrere Meter hoher Baum entwurzelt und weitere Äste beschädigt. Sonstige Schäden entstanden nicht. Verletzt wurde niemand. Kurz nach der Sprengung wurden alle Sperrmaßnahmen wieder aufgehoben.

Bild: Thorben Wengert, pixelio.de

 

   
© ALLROUNDER - Redaktionsgemeinschaft berlinreporter.org